Unser Leben ist das Chaos
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ein glück, dass dieser komische kauz da heute auf einmal aus den büschen gesprungen ist. er hat uns das leben gerettet, auch wenn er irgendwie mindestens zwei verschiedene persönlichkeiten hat. ich weiß nicht, ob uns das noch zum verhängnis werden kann. naja, jetzt machen wir erst mal unser schiff wieder flott, die ureinwohner haben bei dem überfall einiges kaputt gemacht, und da ist jede helfende hand willkommen, auch wenn die hand zwei verschiedene charaktere hat und sich nicht einigen kann, was sie zuerst tun soll. und wenn dann alles bereit ist, dann werden die speicher aufgefüllt und wir stechen wieder in see. ich glaub, der komische neue weiß etwas, was er uns nicht sagen will. ich hab das im gefühl. aber ich werde es noch rausfinden!
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Geronimo am
18.6.11 19:53
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Neunter Eintrag des Captains
Zunächst sah es jedoch so aus, als wäre alle Hoffnung grundlos. Die Eingeborenen schienen alles für ein Festmahl vorzubereiten, denk cih zumindest. Sie machten Feuer unter einem riesigen Kessel, der aussah, als ob dort mindestens einer von uns komplett hineinpassen würde, von Chanda vielleicht sogar zwei. Doch dann teilte sich erneut das Gebüsch und recht kleiner, magerer Mann kam heraus, der eindeutig kein Eingeborener war, denk ich zumindest. Vielmehr sah er nach einem Europäischen Professor aus. Er sah uns lange an, schien mit sich selbst zu reden, ich bilde mir ein, den Namen Morgan gehört zu haben, dann sprach er im Befehlston mit den Eingeborenen. Sie schienen sich seiner Anordnun widersetzen zu wollen, nickten dann aber doch und kamen auf uns zu. Sie öffneten den Käfig und ließen uns herauskommen. Dann bildeten sie einen Kreis um uns und der Professor trat vor. Er musterte uns, redete wieder mit sich selbst, dann ging er zu Doc Billy, den er als Ältesten wohl für den Kapitän hielt. "Die Eingeborenen sprachen von einem Festmahl, das auf einem großen Schiff kam. Ich habe ihnen gesagt, dass Morgan nicht will, dass sie euch verspeisen. Das kann cih jederzeit zurücknehmen, aber ich möchte mit euch reisen." Doc Billy sah Jon an, der ja im Moment der Verantwortliche war, dann mich, ich nickte, Jon ebenfalls, also sagte Doc Billy zu, allerdings mit dem Hinweis, dass ich der Captain sei. Der Mann musterte mich erneut, nickte dann aber. "Nun, Sie können gerne mit uns kommen, doch ich wüsste, und ich denke, da spreche ich für alle, gerne, wie Sie heißen." "Ignatius von Traubentritt." Und so kamen wir zu einem neuen Mannschaftsmitglied. Denk ich zumindest.
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Lemon Greene am
22.7.10 21:06
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Tagebuch V
Allmählich ist etwas Abenteuer in unsere Reise gekommen. Und noch sehe ich keine Hoffnungslosigkeit in unserer gegenwärtigen Lage. Die Eingeborenen machten auf mich zwar den Eindruck, dass sie andere ohne Umstände töten oder sicherlich auch verspeisen würden, aber Fremde von einem Schiff. Vielleicht würde die Neugierde siegen und wir hätten genug Zeit über eine Flucht nachzudenken. Verärgern durften wir sie auf keinen Fall. Darum ließen wir uns widerstandslos an Land bringen und dort fortführen. Lediglich Mykela warf noch einmal einen Blick zurück und murmelte etwas davon, dass sie berserken würde, sollte man ihrem Schiff etwas antun. Und da glaubte ich ihr ausnahmslos. Wir wurden durch einen dichten Urwald geführt, stets mehrere Männer hinter und vor uns und man konnte auch die Anwesenheit anderer spüren, auch wenn sie nicht sichtbar waren. Irgendwann konnten wir Hütten erkennen, die sich mit den Bäumen der Umgebung verbanden und beinahe aus ihnen herauswuchern zu schienen. Andere Leute saßen am Feuer, beäugten uns aber neugierig, als wir in einen Käfig gesperrt wurden, der gut sichtbar in der Mitte des Dorfes stand. "Möchte noch jemand behaupten, dass unsere Lage nicht aussichtslos erscheint?", fragte Geronimo, woraufhin Chanda tatsächlich antwortete: "Ist doch aufregend. Und die sehen so putzig aus." Der Ausdruck unserer Gesichter war sicherlich ein Bild wert, denn darauf gab es keine Antwort. "Wir kommen sicherlich raus, wenn ich auch keine Ahnung habe, wie", meinte der Captain noch und lächelte entschuldigend. Die Hoffnung stirbt eben zuletzt.
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Wo bin ich?!
ich kann mich an nicht viel erinnern, ich weiß nur noch, dass wir auf der suche nach einem schatz sind. der doc hat mich ein bisschen verarztet, seitdem geht es mir eigentlich ganz gut, bis auf den ekelhaften nachgeschmack von der trüben, grünen flüssigkeit, die er in mich reingefüllt hat. ich will garnicht wissen, was da alles drin war. auf jeden fall hat es geschmeckt wie gift, und man hat richtig gespürt, wie der ganze mundraum auf einmal pelzig wurde, wie betäubt. dann habe ich ein kribbeln verspürt, das durch alle adern ging. aber seitdem geht es mir echt besser. jetzt steh ich gerade an der reling unseres schiffes und beobachte das geschehen. alle crew-mitglieder sind total in panik, versteh ich garnicht. ich bin irgendwie ganz ruhig. aber ich bin auch total high von dem zeug vom onkel doktor. naja, auf jeden fall sieht es nicht gut aus für uns, das hab sogar ich schon realisiert. 5 der ureinwohner haben gerade ein kanu oder etwas in der art zum ufer getragen. sie legten es dort ab und schoben es vorsichtig ins wasser. drei der männer saßen sich hinein und zogen sich an dem baumstamm entlang, der quer über den see ging und uns den ausweg aus der bucht versperrte. ungefähr bei der mitte angelangt, trat ein mann, der auf dem stamm stand, das boot in richtung unseres schiffs. die drei männer paddelten mit ihren händen durch das wasser und ihr ausgehöhltes baum-kanu näherte sich langsam aber sicher unserem schiff. vermutlich wussten sie, dass wir unbewaffnet waren. wieso waren wir eigentlich unbewaffnet. welcher idiot kam auf die idee, sich ein piratenschiff zu bauen, damit in see zu stechen und einen schatz zu suchen, ohne nur eine einzige waffe an bord zu haben. jeder pirat hat eine waffe, das lernt man doch schon im kindergarten, wenn man sich an fasching als pirat verkleidet. naja. ich sah mich um. auf dem deck lagen ein paar kokosnüsse. ich nahm sie und warf nach den mowglis. leider traf keine einzige davon. aber es tat irgendwie gut. ich würde nicht tatenlos sterben. mittlerweile waren die drei männer an unserem schiff angekommen und kletterten an der gallionsfigur herauf. ich sah mich um, von fünf verschiedenen stellen des ufers kam aus jeder richtung ein boot. vermutlich würden alle von ihnen ungefähr gleichzeitig ankommen und das schiff stürmen. selbst wenn wir die drei männer, die gerade über die reling kletterten, überwältigen könnten, wären wir immernoch gnadenlos in der unterzahl. deshalb einigten wir uns ohne absprechen darauf, dass wir uns vorerst ergeben, um eine höhere überlebenschance zu haben. irgendeine lösung würde sich finden.
wir wurden gefesselt, zuerst an den armen, dann an den beinen. außerdem steckte man uns etwas in den mund, das aussah wie algen, jedoch nicht so glitschig, sondern eher faserig und trocken, und band uns etwas um den mund, dass wir es nicht wieder ausspucken konnten. danach führten sie uns ab, setzten uns in die kanus und brachten uns zurück zum ufer. als ich ausstieg, hörte ich die ankerkette rasseln und drehte mich zu unserem schiff. als der anker im wasser war, verließ der letzte mann das schiff. vermutlich hatten sie es garnicht auf unser schiff abgesehen, sondern wirklich nur auf uns. ich bin gespannt, was sie mit uns vorhaben...
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Arztbericht
In meiner kleinen Arztpraxis hatte ich nicht mal so viel Arbeit, wie hier. Und nicht solche Abenteuer. Schatzkarte, Amnesien und jetzt auch noch fliegende Kokosnüsse. Ich hätte darauf verzichten sollen. Und wer hatte mich dazu gebracht? Jon! Eigentlich müsste ich sauer sein, aber die Arbeit lenkt mich davon ab. Und er ist einer der Wenigen, die noch bei Verstand sind. Später könnte ich ihm immer noch meine Meinung sagen. Jetzt musste ich erst einmal Geronimo verarzten und hoffte, dass wir schnell aus dem See verschwanden. Das war jedoch einfacher gesagt, als getan. Ich konnte mich nicht auf die komplette Umgebung konzentrieren, aber ich hörte die anderen rufen. Sie ruderten, bis sie plötzlich hielten und nicht erfreut schienen. Ich wollte nachfragen, als ich schon sah, dass unser Fluchtweg abgeschnitten war. Die Eingeborenen hatten anscheinend etwas dagegen. Hoffentlich würden sie uns nicht essen. Ich hatte schon genug Geschichten von Seefahrern gehört über Kannibalen. Und im Kochtopf wollte ich sicherlich nicht landen. Die Anderen bestimmt auch nicht. Was also tun? Ich war kein Kämpfer, ich war Arzt. Und zu alt für diese Art von Aufgaben. Da hoffte ich, dass sie anderen etwas taten. Schließlich sagte Chanda, dass lustig bemalte Menschen auf einem Baumstamm warteten. Der Baumstamm, der uns den Weg versperrte. Ich wollte nur hier weg.
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Doc Billy am
1.7.10 21:06
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Notizbuch I
Was ein Frevel! Da will man sich grade mal davon erholen, den ganzen Tag durch die Gegend gezogen zu sein, schon schreckt einen der Lärm der Eingeborenen wieder auf, denen man erklären will, was sie zu tun haben und was Morgan möchte... nicht wahr, Morgan? Ist doch so. Himmelsakramentnocheins! Werde jetzt mal nachschauen, was in der Zuckerknubbelbucht (ich kann mir doch den Namen, den die Eingeborenen diesem paradiesischen Ort geben, nicht merken...) vonstatten geht. Hört sich an, als würde man Kokosnüsse mit dem Kopf knacken... Morgan, was hast du dir bei diesen Menschen nur gedacht? Ich kann mich nur wundern, mein Lieber... Ach ja, schenk' mir bitte eine Eingebung, dass ich wieder ein paar Bleistifte brauche, man bekommt ja hier sonst nichts... selbst das Paradies ist nicht perfekt... ein Spiegel der Menschen, jawohl...
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Ignatius am
13.6.10 23:26
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Achter Eintrag des Captains
Während der Fahrt durch die Karibik aht sich mein Gedächtnis immer weiter erholt, auch wenn mich noch ab und zu Kopfschmerzen plagen. Die Insel, die wir nun erreicht haben, ist traumhaft, denk cih zumindest. Der kleine See erinnert mich an Wales, warum weiß cih auch nciht so genau. Ich hatte mich an Deck begeben und sah die Kokosnuss im gleichen Moment, in dem sie Geronimo traf. Da direkt über uns keine Palme war und Nüsse selten von sich aus waagerecht fliegen, musste sie jemand geworfen haben, denk ich zumindest. Ich sah mich um (etwas zu schnell für meinen Kopf) und bemerkte im Unterholz eine Bewegung. Zwar hätte es auch ein Tier sein können, aber ich denke, es war eher ein Mensch. Ich sagte es den anderen, während sich Doc Billy um Geronimo kümmerte. Er hatte eine Platzwunde am Kopf, kam aber relativ schnell wieder zu sich. Allerdings konnte auch er sich nicht erinnern, wer oder wo er war, geschweige denn, wer wir waren. Doc Billy stöhnte. Jetzt musste er sich um zwei Leute mit Gedächtnisverlust kümmern, denn auch ich konnte mich noch cniht an alles erinnern. Leonard entdeckte auf der Nuss eine Botschaft, die allerdings keiner lesen konnte, denk cih zumindest. Bevor wir nämlich dazu kamen, sie genauer anzusehen, flog eine zweite Kokosnuss, traf aber zum Glück keinen. Noch während wir uns duckten, flog schon die nächste und bald ging ein Kokosnussregen auf uns nieder. Jon rannte zum Steuer, wir anderen (außer Geronimo) zu den Rudern. Wir mussten hier so schnell wie möglich weg!
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Lemon Greene am
11.6.10 22:31
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